Samstag, 3. Februar 2018

wintermarianengraben

ich tu mich schwer mit dem winter. die dunkelheit, das job-hamsterrad, die langwierige grippe, die mir immer noch nachhängt.
und vor allem: das gedankliche sich-totrennen in der frage: wozu das alles? warum lebe ich? warum kämpfe ich?

allein sein wollen. zugleich nicht allein sein können.
der luxus-mann, der mich derzeit als person kaum nicht sieht, weil er seit drei monaten seine wohnung renoviert und seither über nichts mehr anderes redet, ist mir bürde und rettung in einem.
weil ich sowieso nicht weiß, was mir spaß machen könnte, helfe ich. schleife, streiche, lackiere, mache sauber.
momente, in denen ich mich vergessen kann. 
ein kurzes lachen, minuten, in denen das licht im endlosen tunnel mal wieder funktioniert. in denen ich denke: na bitte. geht doch.

zuhause weine ich in die kissen. wie schön es jetzt wäre, mit jemandem wie dem objekt telefonieren zu können. doch das objekt hat alle brücken hinter sich abgebrochen. 




Kommentare:

  1. Vielleicht ein Ersatzobjekt zum telefonieren finden?
    Oder einfach warten bis der Winter endlich vorbei ist.

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    1. ich behaupte mal, für diesen menschen findet sich nicht so leicht ersatz...

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  2. ich habe heute nacht, am kuechenfenster stehend weil nicht schlafen koennend, (m)eine amsel singen hoeren.

    der winter neigt sich dem ende zu...

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