Dienstag, 27. Juni 2017

catanormal activities

und es begab sich zu der zeit, als der herr luxus-mann bereits feierabend hatte, während seine frau noch im büro saß, um fließbandtexte über schlabbrige oberarme und andere ekelhaftigkeiten zu schreiben.

wie aus dem nichts huschte ein schatten durch das wohnzimmer und brachte ungewohnte vibes in die räume voller düsternis und stille, die normalerweise nur von death metal-scheppern und schaurigem unterschichtenfernsehen durchbrochen wurde. dann kamen geräusche aus der küche und der luxus-mann ging nachgucken.

auf dem tisch saß eine hellgraugetigerte plüschige katze und glotzte ihn furchtlos an. der luxus-mann, der wusste, wie er seine frau in extase versetzen konnte, holte die knipse und fotografierte. katze auf tisch, katze auf stuhl, katze mit dem kopf in seinen stiefeln. katze auf badewannenrand, katze in der wanne, katze gechillt auf dem fensterbrett.

während seine frau entzückt herzchen über whatsapp verschleuderte, tappte er zurück ins wohnzimmer - wo eine zweite katze wartete. diese war braungetigert und deutlich more grumpy than ihre schwester. entsprechend wurde der luxus-mann gleich mal beleidigt angemauzt, was zur hölle er denn in seiner wohnung verloren habe. dann inspizierte die braune forsch jede ecke der wohnung, während die hellgraue auf dem balkon relaxte und sich entspannt den popo leckte.

wie sich herausstellte, waren neue nachbarn ins haus gezogen und die trennwand des balkons hatte ein katzenleck, durch das die beiden fellnasen passieren konnten. seither herrschen catanormal activities in der luxus-wohnung, was den luxus-mann weniger, mich hingegen jedoch sehr erfreut.

"du kommst doch nur noch wegen der muschis", sagte der luxus-mann neulich beleidigt zu mir.
"ich steh halt auf muschis, weißte doch", gab ich zurück.
"solange wir hier keinen vierer machen", seufzte der luxus-mann. "drei muschis auf einmal wären mir dann schon ein bisschen zu anstrengend. vor allem, wenn zwei davon so verdammt haarig sind."


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